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Leitfähigkeitssensor zur Detektion von Leckagen in Nah- und Fernwärmenetzen


Dezentrales Monitoring der Beschaffenheit des Kreislaufwassers – oder –
Das Leck im Wärmetauscher des Kunden


Durch eine dezentrale Überwachung der Leitfähigkeit des Kreislaufwassers in den einzelnen Hausstationen können Fremdwassereinbrüche sehr schnell erkannt und lokalisiert werden. Für diese Aufgabe hat die Scheck Audio GmbH einen neuen Leitfähigkeitssensor entwickelt und patentiert.

Welcher Verantwortliche für den sicheren Betrieb von Fern- und Nahwärmesystemen kennt nicht die Herausforderungen, die durch Leckagen im Wärmeübertrager von direkt angeschlossenen Trinkwassererwärmungsanlagen entstehen können. Das aus dem Trinkwassernetz bei höherem Betriebsdruck eindringende harte Wasser kann je nach Größe der Leckage - bei salzarmer Betriebsweise des Nah- oder Fernwärmenetzes allmählich oder sehr schnell die Leitfähigkeit im gesamten Wärmeverteilnetz erhöhen. Mittelfristig kann dies zu Beeinträchtigungen des Netzbetriebesdurch Ablagerungen und Korrosion führen sowie den Aufwand der Wasseraufbereitung deutlich erhöhen. Daher gibt das im AGFW-Regelwerk enthaltene Arbeitsblatt FW 510 > Anforderungen an das Kreislaufwasser von Industrie- und Fernwärmeheizanlagen, sowie Hinweise für deren Betrieb < zusammen mit dem inzwischen integrierten Arbeitsblatt FW 511 (Empfehlung für die Überwachung des Kreislaufwassersin Heißwasser- und Warmwasserheizungsanlagen Industrie- und Fernwärmenetze ) < zur schnelleren Detektion von Fremdwassereinbrüchen die Überwachung der Leitfähigkeit vor Ort als die wichtigste Maßnahme an. Eine kontinuierliche Überwachung wird darüber hinaus insbesondere dann empfohlen, wenn Trinkwassererwärmungssysteme direkt - auch z.B. über Beimischschaltungen - ins Primärsystem eingebunden sind. Das Auffinden solcher lokaler Undichtigkeiten erfordert insbesondere in ausgedehnten, vermaschten Netzen einen hohen Aufwand. Teilweise müssen sogar einzelne Netzabschnitte vorübergehend stillgelegt werden und Probenahmen in den einzelnen Hausstationen sind notwendig. Ein flächendeckendes Monitoring der Leitfähigkeit des Kreislaufwassers scheiterte bisher an den hohen Kosten für die konventionelle Sensorik in den Übergabestationen.

Vor diesem Hintergrund hat die Scheck Audio GmbH, Altlußheim, einen Sensor entwickelt und patentiert, der als kostengünstiger Grenzwertmelder lokale Fremdwassereinbrüche sicher erfasst und diese über geeignete Kommunikationssysteme an eine zentrale Betriebssteuerung meldet.

Aufbau des Sensors
Der eigentliche Sensor ist nach dem Funktionsprinzip einer > Kohlrausch-Zelle < aufgebaut (Bild 1). Alle für den Sensor erforderlichen Komponenten können z.B. im Anschlussstutzen eines 3/4² T-Stücks aus Edelstahl (1.4571) untergebracht werden (Bild 2). Das Nachrüsten bestehender Kundenanlagen mit diesem Sensor ist somit ohne große Umbaumaßnahmen möglich. Mit entsprechenden Adaptern kann der
Sensor auch in größeren Rohren installiert werden, ohne die Abmessungen der Zelle zu verändern. Wie aus den
folgenden Formeln ersichtlich, bestimmen die geometrischen Abmessungen der konzentrisch angeordneten > Inneren < und >Äußeren Elektrode< maßgeblich die Messgenauigkeit und die Zellkonstante des Sensors.


Bild 1

Baugruppendarstellung:
Sensoreinheit

 

Explosionsdarstellung:
Die Einzelteile von rechts oben nach links unten:
Befestigungsschraube
Sicherungsscheibe
Bestückte Leiterplatte
Kontaktscheibe
Äußere Elektrode
Dichtung
Isolierhülse
Dichtung
Innere Elektrode


Die Leitfähigkeit κ (griech. kleines Kappa) = (d/A)/R = K/R [Ohm-1 * cm-1]            
                                        wobei K =  (d/A) [cm –1] die Zellenkonstante ist,
mit dem Elektrodenabstand d in cm und der Fläche A in cm2.
Mit dem Leitwert                                     G = 1/R ergibt sich daraus
die Leitfähigkeit                                       κ = K * G [Siemens / cm ]

                                        

Für den Einsatz in Fernwärmewasser bei salzarmer Betriebsweise (Richtwerte nach FW 510: 10 bis 30 µS/cm ) liegt der benötigte
Messbereich zwischen 20 und 100 µS/cm. Je näher der Sensor an der potenziellen Leckagestelle platziert ist, umso höher ist die
Konzentration der vom Trinkwasser zugeführten Inhaltsstoffe, d.h. umso größer ist die Veränderung der Leitfähigkeit. Der Sensor sollte
deshalb direkt beim Endverbraucher in den Rücklauf eingebaut werden.


Bild 2

Baugruppendarstellung:
Sensor im T-Stück

 

Explosionsdarstellung:
Die Einzelteile von rechts
oben nach links unten:
Pg-Verschraubung
Sensoreinheit
Dichtung
¾“ T-Stück


Elektronik des Sensors
Auf der Leiterplatte befindet sich das >eigentliche Herzstück< des Sensors: die elektronische Schaltung. Über diese Schaltung werden
die Elektroden mit Energie versorgt und es erfolgt die Auswertung der Messsignale. Dabei wird die Temperaturabhängigkeit des
Messsignals berücksichtigt. Das digitale Ausgangssignal wird über eine Datenleitung an ein externes Interface zur Weiterverarbeitung
übertragen. Die Datenleitung dient gleichzeitig zur Spannungsversorgung für die elektronische Schaltung des Sensors. Somit wird nur
ein Netzteil für das Interface benötigt. Da der Sensor mit einer Schutzkleinspannung versorgt wird, sind keine weiteren elektrischen
Schutzmaßnahmen erforderlich.



Signalauswertung
Im einfachsten Fall ist an den Sensor ein Interface mit Datenlogger angeschlossen. Das Interface bereitet die vom Sensor übertragenen
Messwerte G = f(T)=f(1/f) zur Speicherung im Datenlogger auf. Über eine Schnittstelle werden die Daten auf einen PC übertragen; dort
kann die weitere Auswertung erfolgen. (Bild 3)



Eine andere mögliche Variante sieht vor, dass ein im Netzteil integrierter Mikrocontroller die Datenauswertung übernimmt. Auch kann
das Überschreiten eines voreingestellten Wertes optisch und/oder akustisch signalisiert werden. Eine direkte Übertragung der Daten an
eine zentrale Stelle im Versorgungsunternehmen ist ebenfalls denkbar z.B. über M-Bus, GSM, Powerline, ISDN B-Kanal oder per Funk.
Die Anforderungen an die Datenübertragungsrate sind gering, 600 bis 1200 Baud sind vollkommen ausreichend.



Da die Ausgangssignale des Sensors bereits in digitaler Form vorliegen und der eigentliche Sensor sehr klein ist, sollte es als weitere
Variante möglich sein, diesen in einem Wärmezählergehäuse zu integrieren (Bild 4). Dies hat den Vorteil, dass der Mikrocontroller, das
Netzteil und eine eventuell vorhandene Datenübertragung nicht doppelt vorhanden sein müssen.


Die Vorteile für die Netzbetreiber im Überblick:

  • Preiswerter, temperaturkompensierter Sensor
  • Einfacher unkomplizierter mech. Aufbau
  • Schnelle und zuverlässige Kontrolle der Kreislaufwasserqualität
  • Einfaches Nachrüsten in bestehende Installationen
  • Höhere Empfindlichkeit des Netzüberwachungssystems, da eine Anhebung des Grundwertes vermieden wird.
  • Leckagen können sofort lokalisiert und behoben werden.
  • Geringere Korrosion des Leitungssystems.
  • Reduzierung der Instandhaltungs- und Wartungskosten

Produktbeschreibungen:
Leitfähigkeitssensor LS10
Interface Leitfähigkeitssensor LS10
Interface Leitfähigkeitssensor LS10 Datenlogger
Auslesesoftware mit Schnittstellenkabel

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Für weitere Informationen steht Ihnen unser Herr Krämer gerne zur Verfügung unter
Tel.: (06205) 3522

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